Nahversorgung in den Städten / Lernen vom ländlichen Raum?
Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik gemeinsam mit DIHK 24-06-2008
Seminar für Führungs- und Fachpersonal aus den Dezernaten, Ämtern/Bereichen Stadtentwicklung und Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Ratsmitglieder, Vertreter der Einzelshandelsverbände und der Kammern.
Beim Lebensmitteleinzelhandel als dem Rückgrat der städtischen Nahversorgung sind gegenläufige Trends zu beobachten: Einem erheblichen Rückgang an Geschäften stehen zumindest bei einer langfristigen Betrachtung deutliche Umsatzsteigerungen gegenüber. Hinzu kommt eine anhaltende Ausweitung der Verkaufsflächen. Der Wandel bei den Betriebsformen, mit dem Hin zu großflächigen Geschäften - vor allem Discountern und einem Weg von kleineren Supermärkten, hat zu einem neuen weitmaschigen Netz von Lebensmittelgeschäften an dezentralen Standorten geführt. Zwar hat sich die Versorgung der städtischen Bevölkerung in Wohnungsnähe insgesamt noch nicht spürbar verschlechtert, aber: Eine Nahversorgung in akzeptabler Entfernung zum Wohnort ist in den dünn besiedelten Bereichen an den Rändern der Städte schon heute vielfach nicht mehr gegeben.
Was nun tun? Können die Städte von ländlichen Gemeinden mit Einwohnergrößen unterhalb der Stadtschwelle lernen? Dort haben Nahversorgungsprobleme eine lange Tradition, ebenso die Suche nach Problemlösungen. Als Beispiele für alternative Konzepte und Maßnahmen sind neben anderen bekannt: Kleinflächenkonzepte (so das Projekt "IK Ihr Kaufmann") und Ladengemeinschaften, wie etwa die Nachbarschaftsläden. Daneben gibt es im ländlichen Raum jahrzehntelange Erfahrungen mit dem Einsatz von Verkaufswagen.
Insgesamt soll ausgelotet werden, welchen Beitrag alternative Verkaufskonzepte für eine Verbesserung der städtischen Nahversorgung leisten können. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Welche Rahmenbedingungen sind für Planung und Umsetzung alternativer Angebotsfirmen erforderlich?
- Welche Erfahrungen mit Kleinflächenkonzepten liegen in Städten bereits vor?
- Vom "flachen" Land in die Städte: Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Übertragung von Versorgungskonzepten erfüllt sein?
- Rollende Supermärkte in der städtischen Peripherie: Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen ihres Einsatzes?
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